Grammatischen proben (Ersatzprobe, listenprobe) im deutschen

Grammatischen proben (Ersatzprobe, listenprobe) im deutschen

Sowohl in der Wortlehre als auch in der Satzlehre lassen sich bestimmte Eigenschaften der untersuchten Elemente besser erkennen, wenn man mit Proben arbeitet. Im vorliegenden Buch werden diese Hilfsmittel an vielen Stellen herangezogen. Im Folgenden werden diejenigen näher vorgestellt, von denen besonders häufig Gebrauch gemacht wird.

Аннотация статьи
Kasus
Grammatik
Wortverbindung
Substantiv
Dativ
Akkusativ
Ключевые слова

Bei der Ersatzprobe geht es um die kontrollierte Ersetzung eines Wortes oder einer Wortgruppe innerhalb eines Satzes. Es ergebe ich dann eine Liste, in der bestimmtes Merkmal konstant gehalten wird, während andere Merkmale variieren. Wenn die Ersatzprobe in der Grammatik angewendet wird, will man gewöhnlich ein grammatisches Merkmal konstant halten. Ziel ist es dann, eine Merkmalkombination zu erreichen, in der das betreffende Merkmal auch formal deutlich in Erscheinung tritt.

Beispiel: Suche nach Kasus. Das Merkmal Kasus wird hier konstant gehalten- gesucht wird eine Ersatzform, an der man den betreffenden Kasus besonders gut ablesen kann. Hier bieten sich zwei Proben an:

  • Die Frageprobe, das heißt der Ersatz des fraglichen Wortes bzw. der Wortgruppe durch ein Interrogativpronomen. Wenn man die Formen des Interrogativpronomens kennt, kann man daran den Kasus ablesen.
  • Die Maskulin Probe, das heißt der Ersatz durch eine Wortgruppe mit einem maskulinen Substantiv im Singular mit definitem Artikel. Man kann dann den Kasus an den Formen des Artikels ablesen. Das Substantiv kann auch ein beliebiges Wort wie Baum sein – die Hauptsache ist, dass es die richtigen grammatischen Eigenschaften hat.

Beispiel:

Anna wurde übel.

Frageprobe. Wem wurde übel.

Maskulin Probe. Dem Baum wurde übel.

Eine weitere wichtige Anwendung ist die gesamthafte Ersetzung eines komplexen Ausdrucks durch einen einfacheren, zum Beispiel durch ein Pronomen.

Ich habe Annas Brief gelesen. Ich habe ihn gelesen.

Diese Probe wird zur Bestimmung der Satzglieder.

Die Ersatzprobe ist schließlich auch hilfreich bei der Bestimmung der Unterarten von Artikelwörtern und Pronomen. Im folgenden Satz kommt dreimal das Wort das vor. Wenn es näher bestimmt werden soll, versucht man, alle Vorkommen von das durch ein passendes anderes Artikelwort oder Pronomen zu ersetzen.

Das ist das Angebot, das uns überzeugt hat.

Dies ist ein Angebot, welches uns überzeugt hat.

Das-dies-Demonstrativpronomen.

Das-ein-definiter Artikel.

Das-welches-Relativpronomen.

Bei der Listenprobe wird eine Wortform, die grammatisch bestimmt werden soll, in einer Musterliste aufgesucht. Bei der Kasusbestimmung kann man sich beispielweise an eine der folgenden Formenlisten halten.

 

Liste prototypischer Formen

Nominativ

Akkusativ

Dativ

Genitiv

Wer

Wen

Wem

Wessen

Der

Den

Dem

Des, Dessen

Ein

Einen

Einem

Eines

 

Dieser

Diesen

Diesem

Dieses

 

Er

Ihn

Ihm

Seiner

Manchmal kann man die Listenprobe direkt nutzen.

Ich habe ihn gesehen. – Die Liste führt ihn auf, also Akkusativ.

Das Licht störte Anna. – Das Licht störte den Baum, also Akkusativ.

Bei der Wortartbestimmung kann es hilfreich sein, dass in manchen Kontexten nur eine bestimmte Wortart auftreten kann. Wenn man eine Form des fraglichen Wortes ein einen solchen Kontext einfügen kann, ist die Wortartfrage geklärt. Man bedient sich dann einer Einsetzprobe.

Beispiel. Liegen in den folgenden zwei Sätzen Adjektive vor.

Otto lügt selten.

Otto lügt nie.

Adjektivische Lexeme enthalten typischer weise immer Wortformen, die zwischen definitem Artikel und Substantiv stehen können. Vor dem Hintergrund kann man die zu untersuchenden Wörter in eine passende Fügung einsetzen. Wie bei der Ersatzprobe ist auch hier nicht wichtig, dass sich daraus ein sinnvoller Ausdruck ergibt.

Die Flexionsprobe dient ebenfalls der Bestimmung der Wortart. Die einzelnen Formen von Verben, Substantiven, Pronomen, Artikelwörtern und Adjektiven unterscheiden sich voneinander in bestimmten grammatischen Merkmalen. Wenigstens zum Teil kann man diese Merkmale an den einzelnen Wortarten nur bestimmte Merkmale haben können, kann man mit einer Flexionsprobe die Wortart bestimmen.

Beispiel. Im folgenden Satz ist die Wortart von angemessen zu bestimmen.

Dieser Betrag ist angemessen.

Hier kann man probeweise flektieren, zum Beispiel nach dem Tempus oder nach der Komparation.

Tempus Formen bilden.

Ich messe an.

Ich maß an.

Ich habe angemessen.

Komparationsformen bilden.

angemessen, angemessener, am angemessensten.

Bei der Bildung der Tempus Formen zeigt sich, dass das Wort einen völlig anderen Sinn erhält, es kann sich bei der vorliegenden Wortform nicht um eine Form von anmessen handeln. Zu einem befriedigenderen Ergebnis führt das Komparieren, sinnvoll scheint also die Einordnung als Adjektiv.

Текст статьи
  1. Duden «Die Grammatik». Deutschland, 2010.
  2. Щерба Л. В. «Опыт общей теории лексикографии». Moсква, 1957.
  3. Stepanova M. D, Sernyseva I. I «Lexikologie der deutschen Sprache». Moskau, 1975.
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