Die Besonderheit des Adjektivs in der deutschen Sprache

Die Besonderheit des Adjektivs in der deutschen Sprache

Die Adjektive sind Wörter mit folgenden grammatischen Eigenschaften: Sie können flektiert werden, das heißt, sie können nach dem Kasus (dem Fall), dem Numerus und dem Genus (dem grammatischen Geschlecht) verändert werden.

Аннотация статьи
Adjektiv
Subjekt
Kasus
Adverb
Positiv
Komparativ
Superlativ
Ключевые слова

Wie die Pronomen (und anders als die Substantive) haben sie kein festes Genus; sie kommen vielmehr in allen drei Genera vor:

Maskulinum:                        ein heißer Tipp

Femininum:              eine heiße Nacht

Neutrum:                   ein heißes Gefühl

Daneben gibt es unflektierte Formen:

– Für die Flexion stehen bei jedem Adjektiv zwei Typen von Endungen zur Verfügung, nämlich starke und schwache. Beispiel:

Start:                                           ein heißer Kaffee

Schwach:                                   der heiße Kaffee 

– Zu den meisten Adjektiven können Komparationsformen gebildet werden:

Positiv:                      heiß                das neue Programm

Komparativ:              heiß                das neuere Programm

Superlativ:                heiß               das neueste Programm

Andere Bezeichnungen für die Wortart sind: Eigenschaftswort, Artwort.

Adjektive unterscheiden sich von den anderen Wortarten nicht nur in der Flexion, sondern syntaktisch. So können nur Adjektive zwischen definitem Artikel und Substantiv stehen. Diese Beobachtung lässt sich für eine Probe ausnutzen: Wörter, die zwischen definitem Artikel und Substantiv stehen können, sind Adjektive (Einsetzprobe). Beispiel:

(a) Anna kehrt sicher zurück.

Die sichere Rückkehr- möglich, also Adjektiv

(b) Anna kehrt vielleicht zurück.

Die vielleichte Rückkehr nicht möglich, also andere Wortart (hier: Adverb)

Die folgende Darstellung gilt grundsätzlich auch für adjektivisch gebrauchte Partizipien.

Verb (Infinitiv): suchen, versinken, einladen, belasten

Partizip I: der nach dem Knochen suchende Hund, das versinkende Schiff, einladendes Hotel, ein belastendes Erlebnis.

Partizip II: der gesuchte Knochen, das versunkene Schiff, die eingeladenen Gäste, der mit Schadstoffen belastete Boden.

Es ist allerdings zu beachten, dass sich Partizipien zu eigenständigen Adjektiven entwickeln können, das heißt zu eigenständigen Lexemen. Die Beschränkungen für Partizipien gelten.

 Dann nicht mehr oder nur noch zum Teil:

(a) die bedeutende Rolle die bedeutendere Rolle, die bedeutendste Rolle.

(b) die Rolle ist bedeutend.

(c) die unbedeutende Rolle.

Zu Verben, deren Partizipien gar nicht oder nur unter bestimmten Voraussetzungen adjektivisch verwendet werden können.

Zur Semantik der Adjektive:

Adjektive leisten semantisch Unterschiedliches:

Wenn sie einer Person oder Sache eine Eigenschaft zuordnen, spricht man von qualifizierenden Adjektiven:

Farbe: rot, grün, hell, dunkel.

Form: eckig, rund, quadratisch, oval, weit, breit, lang, hoch, bergig.

Geschmack /Geruch: süß, sauer, bitter.

Ton: laut, leise, piepsig, schrill.

Oberfläche: rau, glatt, uneben, weich, hart.

Temperatur: kalt, warm, heiß.

Ästhetik: schön, hässlich, ekelhaft.

Moral: gut, schlecht, böse, durchtrieben.

Intellekt: klug, dumm, witzig.

Räumliche Dimension: hoch, breit, tief, dick, flach.

Zeitliche Dimension: früh, spät.

Wahrheitsgehalt: angeblich, wahrscheinlich.

Qualifizierende Adjektive existieren oft als Gegensatzpaare:

Lang-kurz: hoch-niedrig: dick-dünn; schnell-langsam: schön-hässlich: gut-böse.

Ihre Bedeutung steht dabei nicht absolut fest: Ein breiter Graben hat beispielsweise eine andere Dimension als ein breiter Rand auf einer Schreibmaschinenseite. Ebenso bestimmt sich die Bedeutung von lang und kurz danach, womit die Länge oder die Kürze eines Gegenstandes verglichen wird. Das heißt, es wird – nicht immer ausdrücklich-ein Vergleichsmaßstab angesetzt. Der Bleistift war nur noch zwei Zentimeter lang (zwei Zentimeter kurz). Das Brett ist zehn Millimeter dick (zehn Millimeter dünn). Sie ist sechzig Jahre alt (nur ironisch oder verhüllend: sechzig Jahre jung).

Relationale Adjektive drücken eine Beziehung oder Zugehörigkeit aus:

Geografie: afrikanisch, asiatisch, kontinental.

Staat/ Volk/Sprache: englisch, französisch, spanisch.

Epoche: römisch, mittelalterlich, romanisch, romantisch, ehemalig.

Beruf: ärztlich, polizeilich, richterlich.

Bereich: wirtschaftlich, staatlich, technisch, wissenschaftlich.

Stoff: golden, hölzern.

Zeitpunkt: heutig, gestrig, letztjährig.

Räumliche Lage: dortig, vordere, linke.

Außerdem gibt es Zahladjektive (quantifizierende Adjektive):

eins, zwei, drei, erster, zweite, drittes: unzählige, andere….

Mit dem Gebrauch im Satz hängt die Flexion der Adjektive end zusammen. So werden attributive und substantivierte Adjektive überwiegend flektiert, prädikative und adverbial nicht (zu den Einzelheiten siehe nachstehend). Wenn Adjektive nicht flektiert werden können, zum Beispiel bestimmte Farbadjektive unterliegen sie zusätzlichen Beschränkungen, so:

Anna trägt eine blaue Mütze, nicht eine rote. Anna trägt eine blaue Mütze, nicht eine rosa.

– bei der Möglichreit der Fernstellung des Adjektivs.

Socken trägt sie nur weiße. Socken trägt sie nur rosa.

Sie trägt nichts Rotes. Sie trägt nichts Lila.

Zur Tendenz in der Umgangssprache, zur Vermeidung dieser Beschränkungen flektierte Formen zu verwenden.

Текст статьи
  1. Зиндер Л. Р., Строева Т.В. Современный немецкий язык. Москва, 1957.
  2. Щерба Л. В. Опыт общей теории лексикографии. Moсква, 1957.
  3. Stepanova M. D. Sernyseva I.I. Lexikologie der deutschen Sprache. Moskau, 1975.
  4. Duden Die Grammatik. Deutschland, 2010.
Список литературы
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